Archiv für Februar, 2010

Neuseeland (englisch: New Zealand; maorisch üblicherweise: Aotearoa) ist ein geographisch isolierter Inselstaat im südlichen Pazifik.

so in etwa darf man sich hier aber auch fühlen…

Wir sind jetzt also seit über einer Woche in Neuseeland und ehrlich… es ist beautiful. (Aufgepasst, ‚beautiful‘ ist mein neues Lieblingswort und deswegen wird es wohl öfter hier erwähnt werden) Die Landschaft ist unglaublich grün,…,grün und echt grün. Dazwischen stehen ein paar Vulkane die unglaublich störend stinken. Und dann kommen irgendwann auch noch Berge, in denen man im Winter auch Ski oder Snowboard fahren kann. Beautiful oder?!

Nachdem wir also am 17. Feb. in Auckland angetroffen sind… Ach nein. Das Ganze ging doch schon in Syndey los, als ich nach der Sicherheitskontrolle noch zum Sprengstofftest durfte. Tja, nicht rasiert und schon sieht man aus, wie Osama oder einer seiner besten Freunde. Sophia, die ihr schweizer Taschenmesser noch mit sich geführt hat, musste natürlich nichts ablegen. Hier ein Foto der Attentäterin, die es leider vergeblich versucht hat die Tür zum Cockpit aufzuschlitzen:

fio la terrorist

fio la terrorist

Die Fluggesellschaft war dann mal enttäuschend auf ganzer Linie… Aerolineas Argentinas… nicht beautiful. Unfreundliches Personal und dann haben sie in ihrem A340 nicht mal Unterhaltung in Form von Bildschirmen im Vordersitz. Das Personal spricht einen erst auf Spanisch an bis die merken, dass man kein Spanisch spricht. Wenigstens hatten sie Bier an Board. Ich habe dann zum ersten mal ein argentinisches Bier probiert und das war nicht schlecht.

In Auckland angekommen, mussten wir den Quarantäne-Ausgang nehmen, den niemand nehmen muss, weil wir mit Bienen gearbeitet haben…
16 Euro für 1,125 ltr Whiskey im Dutyfree Shop haben mich dann aber doch aufgemuntert.

Dann sind wir mit dem Bus in die City gefahren. Es ist echt unglaublich, dass die Neuseeländer solche Stadtfreaks sind. Ein Drittel der Einwohner wohnt in Auckland. Auckland ist aber ehrlich gesagt jetzt nicht soooo spannend. In OZ hat uns jeder gesagt, wir müssten sofort aus Auckland wieder weg… und das wollten wir auch. Es ging nur leider erst nach 2 Nächten.

Am 19. gings dann los mit Magicbus.co.nz Richtung Rotorua. Jetzt muss man sagen, günstig kommen wir mit denen echt weg, aber man fühlt sich doch schon teilweise wie ein asiatischer Tourist, der durchs Land gescheucht wird und ab und an mal zum Fotos machen, aussteigen darf… Wir sind dann erst auf den Mount Eden gefahren, von wo man einen tollen Blick über die Stadt hat. Irgendwas wurde auch immer wieder von Herr der Ringe erzählt, aber da weder ich noch Fio die Filme je gesehen haben, sagt uns das mal garnichts. Ich gebe zu, mittlerweile schein es eine Lücke zu sein, die man unbedingt füllen muss. Leider hat mein Netbook aber kein CD-Laufwerk.
Es waren noch ein paar Stops bis wir in Rotorua angekommen sind, aber an die kann ich mich nicht mehr erinnern oder sie sind es nicht wert beschrieben zu werden.

Rotorua: Hierbei handelt es sich um die am schlimmsten stinkende Stadt in der ich je war. Am Anfang habe ich gedacht, es wäre Müllgestank, aber nachdem ich dann bei Wikipedia ein wenig ‚geschnüffelt‘ habe, fiel mir auf, dass es sich um Schwefel handelt. Schlimm. In Rotorua gibt es überall heiße Quellen und die haben wir uns dann mal angesehen.

Quellchen

Quellchen


An meinem Geburtstag haben wir uns dann noch ein wenig ‚Heißbaden‘ in der Polynesian Spa gegönnt. Das Wasser da war noch sowas von heiß. Teilweise konnte man es nicht aushalten und ich habe mir gedacht, dass es doch wohl angenehmer wäre, wenn man im Winter hier baden gehen würde.
Alles in allem muss ich aber zugeben, dass Geburtstage mit zunehmendem Alter an Bedeutung verlieren. Ich würde es auch vielleicht mittlerweile als unangenehm empfinden nach meinem Alter gefragt zu werden.

Am 21. gings dann weiter nach Taupo über Waitomo. Und dieser Ort Waitomo steht bei mir jetzt im Kopf als Ort der Blödheit, meiner eigenen Blödheit. Irgendwann sollte es sich vielleicht doch rächen, dass man kein Wörterbuch dabei hat und da hätte ich das Wort ‚Caves‘ nachschlagen können. Caves sind Höhlen, Tropfsteinhöhlen. Und weil wir dort 3 Std Zeit hatten und wir nicht bloß rumgammeln wollten, beschlossen wir eine 2 Stunden Führung mitzumachen. 30 Euronen in den Dreck geworfen, aber ehrlich, weil wir ja sowas nicht in Deutschland haben…
Nach diesem Erlebnis sind wir dann noch Skydiven (Tandemspringen) in Taupo gegangen. Beautiful. Ein absolut tolles Erlebnis und ich wills wieder machen. Man kann’s garnicht richtig beschreiben, weil man es lieber selber ausprobieren sollte. Wer Nachts davon träumt von einem Hochhaus zu fallen, der weiß ungefähr wie das erste Gefühl ist, wenn man aus dem Flugzeug raus ist. Danach kommt dann die Entspannung und man genießt es zu fliegen.

Von Taupo aus sind wir dann auch in den Tongariro National Park gefahren und das Tongariro Alpine Crossing zu machen. Ein ca. 19 km langer Wanderweg durch eine atemberaubende Vulkanlandschaft. Absolut beautiful! Amazing! Man kann garnicht genug tolle Wörter dafür finden. Hier mal ein Bild:

Ngauruhoe Vulkan

Ngauruhoe Vulkan

Am nächsten Tag gings dann weiter nach Wellington. Der Busfahrer auf dieser Fahrt war der Kracher. Es war ein waschechte Aussie (also ein Australier) und er hat es echt verstanden die Leute zu unterhalten. Wir habe auf der Fahrt in einem Ort angehalten, der Taihape heißt. Hier finden jährlich die Weltmeisterschaften im Gummistiefelweitwerfen statt. Das wollte er dann mit uns auch spielen und ob ihr’s glaubt oder nicht, Fio hat sich den Titel bei den Frauen gesichert und ich bin Vizechampion bei den Männern geworden. BEautiful oder nicht?!
Später wurde dann noch im Bus von jeden 2 Dollar eingesammelt und dann wurde noch Busbowling um dieses Geld gespielt. War echt unglaublich lustig. Während der Fahrt musste man von hinten mit 2 Tennisbällen versuchen 6 Colaflaschen umzukegeln. Hier ging der Titel an einen Schweizer.

Busbowling

Busbowling

Irgendwann am Nachmittag und nachdem Sophia dann ihren Rucksack, den jemand anders aus Versehen mitgenommen hat, wieder hatte, haben wir dann in Welli eingecheckt.

Erstellt am Samstag 27. Februar 2010
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Der (vorerst vorletzte) Tag in Australien

Morgen ist es also endlich so weit. Endlich mal wieder etwas Neues sehen. Endlich. Nicht das man mich falsch versteht, Canberra ist wirklich nett. Ja und nett ist der kleine Bruder von …
Nein ehrlich. Leute kommen hier her und sagen: „Canberra is boring. I don’t know what to do here.“ Aber wer länger hier ist, wie ich, der sieht die Stadt doch mit einem anderen Auge. Mag sein, weil ich so lange in Sydney meine Zeit ver (ich würde wasted sagen und mir fällt echt keine Übersetzung ein…) Ihr wisst, was ich meine.

Na egal. Also wir haben die letzte Tage damit verbracht zu arbeiten. Haben die letzte Woche Montag bis Sonntag gearbeitet und noch ein wenig Geld verdient. Teilweise war es wirklich wieder anstrengend und so mancher Tag endete bei mir mit Kopfschmerzen auf Grund dessen, dass ich wohl ein wenig zu wenig getrunken hatte. Und damit ist mit nichten Alkohol gemeint.
Leider habe ich dann Samstag einen entscheidenden Fehler gemacht. Die Mischung aus ‚Goon‘, so wird hier billiger Wein bezeichnet, wo 4,4 ltr nicht mal 10 Dollar kosten… (und es steht aber nirgendwo dran, dass es Wein ist und deshalb ‚Goon‘) und Bier. Manchmal steht dran, dass Fischeier und noch irgendwelcher Dreck drin sein könnte…

Hier ein Auszug aus Wikipedia:

Plonk (wine)
From Wikipedia, the free encyclopedia

Wine in stemware befitting plonk.

Plonk is an unspecific and derogatory term in British and Australian English for wine that is notably inexpensive or judged to be of poor quality.[1] It is believed to come from Australian slang, in reference to blanc (the French word for „white“), before it became naturalised in Britain. Stereotypical examples of plonk in the British context would include Blue Nun or Liebfraumilch, both sweet German wines, although Spanish wine is often also a target. Despite the reference to the colour white, the term is not limited to white wine, and can as easily indicate a red wine or rosé.[1] In this context, the phrase has even spawned the title of a novel which evokes the perceived tackiness of the 1980s.[2]

Plonk that is packaged & sold in a cask, is referred to as Goon.

Leider nur auf Englisch gefunden, aber hey.

Auf jeden Fall hatte ich ein wenig zu viel Wein getrunken und dann hatte ich auch noch meinen Handschlag darauf gegeben mit einem Mitarbeiter von der YHA noch in einen Pub zu gehen, der sein eigenes Bier braut. Das Bier war sowas von cheap… nur über 17 Dollar habe ich für Fio und mein Bier bezahlt… und danach wars um mich geschehen. Da der Saloon dann auch schließen wollte, mussten wir auf die Straße weichen. Ich entschied mich mit Fio den Heimweg auf uns zu nehmen. Auf dem Weg quatschte ich nach meheren Zeugenaussagen gelegentlich andere Passanten an und fragte, ob sie denn auch aus dem Vereinigten Königreich kommen würden… Kann auch sein, dass ich mich als Schwede ausgegeben habe. Das weiß ich nur nicht mehr so. Um 1 lagen wir im Bett.
Der nächste Tag (Sonntag) glich einem Desaster. Ich war zu nichts zu gebrauchen und lag auch auf der Arbeit nur rum, wurde aber dafür bezahlt. Wie gut, dass unsere Imkerbosse Menschen sind.

vor dem bösen Ende.. auf der Dachterasse

vor dem bösen Ende.. auf der Dachterasse

Ach und über diese will ich auch nochmal ein gutes Wort verlieren. Also mit unserem Job haben wir wirklich Glück gehabt. Die Bezahlung ist nicht die Beste gewesen, nein, aber doch haben wir was fürs Leben gelernt. Imkern ist absolut interessant. Wer bei Wikipedia mal etwas über Bienen nachliest, wird sehr schnell feststellen, dass die Biene das drittwichtigste Nutztier ist, dass wir in Deutschland haben. Unglaublich oder?
Lois und Tony, also unsere Bosse, waren echt immer nett zu uns. Manchmal hatte ich das Gefühl als kenne Tony keine derartige Arbeitsmotivation, wie die, die ich ihm gezeigt habe. ‚Ähm Paul, lass uns erstmal ’n Smokeout machen‘ – ‚Okay, Tony, kann ich nicht noch diese Palette zu Ende machen?‘ – ‚Hmm, nee, lass mal ’n Smokeout jetzt machen!‘ Und Lois, unsere Chefin, war immer sehr interessiert an dem Leben, dass wir zu Hause in Deutschland führen. Sie liebt deutsche Schokolade, die man hier bei ALDI kaufen kann und nebenbei gesagt, ist ALDI auch echt der günstigste Supermarkt hier. Danke liebe Gebrüder Albrecht. Unsere Bosse waren immer entspannt drauf. Unsere beiden Engländer-Kollegen habe das ein oder andere Mal verschlafen und trotzdem habe sie nie ein böses Wort zu hören bekommen. Take it easy. Dann gabs öfter mal ein paar Schokoriegel, Chips und was nicht sonst so alles. Mehr ‚easy going‘ hab ich bis jetzt in meinem Leben nicht erlebt.

Tja und jetzt geht’s halt erstmal nach NZ. Ins ‚most isolated country of the world‘. Mal sehen, bisher habe ich noch ein wenig Angst, dass es doch nicht so unterschiedlich zu OZ ist. Ich hoffe das ich in dieser Angst entäuscht und nicht bestätigt werde.

Also Aerolineas, bring uns rüber…

Werbung für keine Ahnung... in Canberra

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Erstellt am Dienstag 16. Februar 2010
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