Der (vorerst vorletzte) Tag in Australien
Morgen ist es also endlich so weit. Endlich mal wieder etwas Neues sehen. Endlich. Nicht das man mich falsch versteht, Canberra ist wirklich nett. Ja und nett ist der kleine Bruder von …
Nein ehrlich. Leute kommen hier her und sagen: „Canberra is boring. I don’t know what to do here.“ Aber wer länger hier ist, wie ich, der sieht die Stadt doch mit einem anderen Auge. Mag sein, weil ich so lange in Sydney meine Zeit ver (ich würde wasted sagen und mir fällt echt keine Übersetzung ein…) Ihr wisst, was ich meine.
Na egal. Also wir haben die letzte Tage damit verbracht zu arbeiten. Haben die letzte Woche Montag bis Sonntag gearbeitet und noch ein wenig Geld verdient. Teilweise war es wirklich wieder anstrengend und so mancher Tag endete bei mir mit Kopfschmerzen auf Grund dessen, dass ich wohl ein wenig zu wenig getrunken hatte. Und damit ist mit nichten Alkohol gemeint.
Leider habe ich dann Samstag einen entscheidenden Fehler gemacht. Die Mischung aus ‚Goon‘, so wird hier billiger Wein bezeichnet, wo 4,4 ltr nicht mal 10 Dollar kosten… (und es steht aber nirgendwo dran, dass es Wein ist und deshalb ‚Goon‘) und Bier. Manchmal steht dran, dass Fischeier und noch irgendwelcher Dreck drin sein könnte…
Hier ein Auszug aus Wikipedia:
Plonk (wine)
From Wikipedia, the free encyclopedia
Wine in stemware befitting plonk.
Plonk is an unspecific and derogatory term in British and Australian English for wine that is notably inexpensive or judged to be of poor quality.[1] It is believed to come from Australian slang, in reference to blanc (the French word for „white“), before it became naturalised in Britain. Stereotypical examples of plonk in the British context would include Blue Nun or Liebfraumilch, both sweet German wines, although Spanish wine is often also a target. Despite the reference to the colour white, the term is not limited to white wine, and can as easily indicate a red wine or rosé.[1] In this context, the phrase has even spawned the title of a novel which evokes the perceived tackiness of the 1980s.[2]
Plonk that is packaged & sold in a cask, is referred to as Goon.
Leider nur auf Englisch gefunden, aber hey.
Auf jeden Fall hatte ich ein wenig zu viel Wein getrunken und dann hatte ich auch noch meinen Handschlag darauf gegeben mit einem Mitarbeiter von der YHA noch in einen Pub zu gehen, der sein eigenes Bier braut. Das Bier war sowas von cheap… nur über 17 Dollar habe ich für Fio und mein Bier bezahlt… und danach wars um mich geschehen. Da der Saloon dann auch schließen wollte, mussten wir auf die Straße weichen. Ich entschied mich mit Fio den Heimweg auf uns zu nehmen. Auf dem Weg quatschte ich nach meheren Zeugenaussagen gelegentlich andere Passanten an und fragte, ob sie denn auch aus dem Vereinigten Königreich kommen würden… Kann auch sein, dass ich mich als Schwede ausgegeben habe. Das weiß ich nur nicht mehr so. Um 1 lagen wir im Bett.
Der nächste Tag (Sonntag) glich einem Desaster. Ich war zu nichts zu gebrauchen und lag auch auf der Arbeit nur rum, wurde aber dafür bezahlt. Wie gut, dass unsere Imkerbosse Menschen sind.

vor dem bösen Ende.. auf der Dachterasse
Ach und über diese will ich auch nochmal ein gutes Wort verlieren. Also mit unserem Job haben wir wirklich Glück gehabt. Die Bezahlung ist nicht die Beste gewesen, nein, aber doch haben wir was fürs Leben gelernt. Imkern ist absolut interessant. Wer bei Wikipedia mal etwas über Bienen nachliest, wird sehr schnell feststellen, dass die Biene das drittwichtigste Nutztier ist, dass wir in Deutschland haben. Unglaublich oder?
Lois und Tony, also unsere Bosse, waren echt immer nett zu uns. Manchmal hatte ich das Gefühl als kenne Tony keine derartige Arbeitsmotivation, wie die, die ich ihm gezeigt habe. ‚Ähm Paul, lass uns erstmal ’n Smokeout machen‘ – ‚Okay, Tony, kann ich nicht noch diese Palette zu Ende machen?‘ – ‚Hmm, nee, lass mal ’n Smokeout jetzt machen!‘ Und Lois, unsere Chefin, war immer sehr interessiert an dem Leben, dass wir zu Hause in Deutschland führen. Sie liebt deutsche Schokolade, die man hier bei ALDI kaufen kann und nebenbei gesagt, ist ALDI auch echt der günstigste Supermarkt hier. Danke liebe Gebrüder Albrecht. Unsere Bosse waren immer entspannt drauf. Unsere beiden Engländer-Kollegen habe das ein oder andere Mal verschlafen und trotzdem habe sie nie ein böses Wort zu hören bekommen. Take it easy. Dann gabs öfter mal ein paar Schokoriegel, Chips und was nicht sonst so alles. Mehr ‚easy going‘ hab ich bis jetzt in meinem Leben nicht erlebt.
Tja und jetzt geht’s halt erstmal nach NZ. Ins ‚most isolated country of the world‘. Mal sehen, bisher habe ich noch ein wenig Angst, dass es doch nicht so unterschiedlich zu OZ ist. Ich hoffe das ich in dieser Angst entäuscht und nicht bestätigt werde.
Also Aerolineas, bring uns rüber…

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